Wo stehen Deutschlands Stadtwerke beim Thema KI?

Als Teil der VIVAVIS AG unterstützen wir Stadtwerke im Data-Science- und KI-Umfeld. In den letzten Monaten haben wir mit vielen Stadtwerken über ihren Status quo beim Thema KI gesprochen, von sehr kleinen kommunalen Versorgern bis zu großen regionalen Energieunternehmen.

Wo stehen unsere Stadtwerke, was sind die Herausforderungen und was braucht es für die nächsten Schritte?

Das Fazit direkt zu Beginn: Viele insbesondere kleine und mittlere Stadtwerke stehen noch am Anfang ihrer „KI-Reise“. Copilot, Claude und Co. laufen in der Verwaltung, oft noch mit Testlizenzen oder als Schatten-KI ohne offizielle Freigabe.

Richtlinie ja, Strategie selten: Die meisten Stadtwerke verfügen über eine KI-Richtlinie zur Definition der wichtigsten Eckpfeiler im Umgang mit KI-Tools. Eine echte KI-Strategie mit Zielen, Use Cases und Roadmap haben allerdings bislang nur wenige Stadtwerke. Die fehlende Strategie ist dann auch ein Grund dafür, warum die internen Erwartungen daran, was KI leisten soll und darf, häufig weit auseinandergehen.

Die Herausforderung heißt erstmal Daten, nicht KI

Was alle Stadtwerke vereint: Das eigentliche Problem ist nicht KI, sondern die Datenlage:

  • ERP-Systeme als Blackbox: Die Branchensysteme sind schwer zugänglich, Schnittstellen fehlen oder sind teuer.
  • Die Entflechtung von Netzbetrieb und wettbewerblichen Bereichen führt zu Datenqualitätsproblemen.
  • Analoge Altbestände als Folge unzureichender Prozessdigitalisierung sind bis heute keine Seltenheit.

Natürlich haben die Stadtwerke das KI-Potenzial auch längst erkannt, die „KI-Bereitschaft“ ist spürbar. KI kann in einem immer komplexeren Marktumfeld und in Zeiten des Fachkräftemangels für Stadtwerke zum zentralen Lösungsbaustein werden.

Was es braucht, ist eine Mischung aus schnellen, spürbaren KI-Mehrwerten und dem Aufbau von Grundlagen. Data Governance ist hier das zentrale Stichwort. Das heißt konkret: klare Verantwortlichkeiten für Stammdaten festlegen, verbindliche Qualitätsstandards definieren und dokumentieren, welche Daten in welchem System führend sind. Gerade mit Blick auf die Entflechtung braucht es Regeln, welche Daten zwischen Netz und Vertrieb geteilt werden dürfen und wie sich Datensätze zur selben Person oder zum selben Anschluss rechtssicher zusammenführen lassen. Parallel lohnt es sich, Schnittstellen zu den ERP-Systemen systematisch zu erschließen und analoge Altbestände schrittweise zu digitalisieren.

Wer dieses Fundament legt, schafft die Voraussetzung für KI-Anwendungen, die wirklich Wirkung entfalten, statt an der Datenlage zu scheitern.

Wir bei eoda sind spezialisiert auf den KI-Einsatz in der kritischen Infrastruktur und unterstützen Stadtwerke dabei, ihr vorhandenes Datenpotenzial zu erschließen und Prozesse intelligenter zu gestalten. Dabei unterstützen wir von der Identifizierung konkreter Anforderungen über die Umsetzung konkreter Daten- und KI-Initiativen bis zur unternehmensweiten Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen.

Erfahren Sie, wie wir zum Beispiel für die Stadtwerke Meerbusch Willich eine Applikation zum Monitoring der Netzauslastung entwickelt und die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) bei der strategischen Weichenstellung in den Bereichen Dateninfrastruktur, Data Governance und Know-how begleitet haben .

Mehr zu unserem Angebot für Stadtwerke finden Sie hier. 

Veröffentlicht am: 27.10.2026

AutorIn

Tobias Titze

Tobias Titze betreut seit 2013 das Marketing der eoda GmbH. Seine tägliche Aufgabe ist der Brückenschlag zwischen einem komplexen Thema und den Anforderungen des Marktes. Er interessiert sich für Daten und Algorithmen und begeistert sich für die Vorteile, die sich für Unternehmen daraus ergeben.

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Ihr Experte rund um das Thema KI-Strategie

Dr. Martin Bober
empowerment@eoda.de
Tel. +49 561 87948-370








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